Das Land hält auch auf den letzten Metern Wort: OEG-Bahn zwischen Mannheim, Heidelberg und Weinheim bekommt mind. 5,3 Millionen Euro jährlich. Damit werden kommunale Nebenbahnen erstmals direkt vom Land mitfinanziert.
Weinheim/Heidelberg/Mannheim. - "Unsere OEG ist eine lifeline für Kinder, Schüler:innen, Berufstätige und Senior:innen. Sie ermöglicht unzähligen Menschen schnelle und regelmässige Verbindungen in ihre Nachbargemeinden und die Großstädte der Region", betont die hiesige Landtagsabgeordnete Fadime Tuncer. Sie freut sich sehr, dass das Land Baden-Württemberg den Betrieb der Straßenbahn-Linie 5 nun mit signifikanten Zuschüssen unterstützt.
Rückwirkend für das Jahr 2025 und gesichert bis 2031 erhalten die Verkehrsbetriebe RNV und OEG (frühere Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschaft) als Betreiber der Strassenbahn-Linie 5 zwischen Mannheim, Heidelberg und Weinheim vom Land jährlich 5,3 Millionen Euro. Ab 2027 werden pro Jahr 6,6 Millionen Euro ausgezahlt. Damit stellt die grün-geführte Landesregierung sicher, dass die kommunal getragene OEG-Linie nun verlässlich weiterbetrieben und weiterentwickelt werden kann.
"Die Linie 5 ist für Pendler:innen in der Metropolregion Rhein-Neckar von zentraler Bedeutung und wichtig für das Gelingen der Mobilitätswende", sagt die zuständige Wahlkreisabgeordnete.
Regelmässige OEG-Fahrer:innen: die Grünen-Kommunalpolitiker:innen Dr. Andreas Marg (Weinheim), Dr. Ursula Schmollinger (Ladenburg) und Fadime Tuncer (Schriesheim)Mit diesem neuen Modell steigt das Land nun erstmals dauerhaft in die direkte Finanzierung der Betriebskosten von kommunal betriebenen Nebenbahnen ein. Dazu Fadime Tuncer: „Das Land hat einen Plan und eine Strategie, um das Streckennetz des Nahverkehrs zu sichern und auszubauen. Davon profitieren wir auch im Rhein-Neckar-Kreis und können sogar erweitern, wenn die Nachfrage noch steigt.“
Anders als der landesweit organisierte Personennahverkehr auf den Schienen fallen Strecken wie "die OEG" bislang nicht in die Zuständigkeit des Landes. Sie werden historisch von Landkreisen oder Kommunen getragen, etwa weil sie ehedem von Stilllegung bedroht oder betroffen waren.

„Wenn Bahnnebenstrecken vor Ort betrieben werden, dürfen diese nicht gegenüber dem Hauptstreckennetz finanziell benachteiligt werden. Die Linie 5 zwischen Mannheim, Heidelberg und Weinheim, sowie die Nebenlinie 5a, sind für viele Bürger:innen in Weinheim, Hirschberg, Schriesheim, Dossenheim, Edingen-Neckarhausen und Heddesheim essentiell. Ich freue mich sehr, dass die Betreiber der Strecke nun bis zum Jahr 2031 eine gesicherte Finanzierung haben,“ so die Landtagsabgeordnete.