Die Gemeinde Dossenheim gehört zu den 35 Gewinnern eines landesweiten Wettbewerbs, bei dem Engagement gegen Einsamkeit prämiert wurde. Mit Bürgerbike und Rikscha bringen die Dossenheimer nach dem Bürgerbus erneut klimafreundliche Mobilität mit Gemeinschaftlichkeit zusammen.
Dossenheim. - Einsamkeit kann traurig machen, manchmal sogar krank. Das baden-württembergische Sozialministerium hat deshalb einen Ideenwettbewerb für Projekte gegen Einsamkeit ausgerufen. Zu den Gewinnern zählen auch die Gemeinde Dossenheim und deren radelnden Ehrenamtlichen. Für ein Bürgerbike, eine Seniorenrikscha und ein E-Lastenrad mit Platz für gleich zwei Mitfahrende erhält die Gemeinde Dossenheim ein Preisgeld von 25.452,91 Euro. Das hat das Sozialministerium Ende April in Stuttgart bekannt gegeben.
Das Projekt der Gemeinde Dossenheim ist eines von 35 Vorhaben, die aus 323 Bewerbungen ausgewählt wurden. Insgesamt unterstützt das Land die siegreichen Projekte mit 875.000 Euro. Die Landtagsabgeordnete Fadime Tuncer (GRÜNE) freut sich mit den Gewinnern in Dossenheim: „Nach dem Erfolgsprojekt Bürgerbus bekommt Dossenheim jetzt mit Bürgerbike und Co. ein weiteres vorbildliches Projekt. Das Projekt widmet sich nicht nur dem wichtigen Engagement gegen Einsamkeit in unserer Gesellschaft, sondern ist auch ein spannender Beitrag für ein umweltfreundliches Verkehrssystem.“
Die Grüne Abgeordnete Tuncer weiter: „Einsamkeit ist ein Thema, das alle betreffen kann – ältere und jüngere Menschen, Eltern, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit Migrationsgeschichte. Einsamkeit hängt mit vielen Dingen zusammen: Mit Gesundheit, Geld, der eigenen Lebenssituation, aber auch damit, wie und wo jemand wohnt. Deshalb brauchen wir eine klare Strategie gegen Einsamkeit: Mit festen Anlaufstellen vor Ort und mit Raum für kreative Ideen, die echte Begegnungen möglich machen.“
Der Ideenwettbewerb geht zurück auf die erste Landesstudie „Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Baden-Württemberg“, die im November 2025 veröffentlicht wurde. An dem Wettbewerb haben sich 323 gemeinnützige Organisationen und Initiativen, Kommunen und Vereine beteiligt. Eine 16-köpfige Fachjury wählte 35 Projekte aus, die zwischen rund 4000 und 30.000 Euro erhalten. Insgesamt beträgt das Preisgeld 875.000 Euro.