Schriesheim ist die fünfte Kommune im Wahlkreis Weinheim, die einen vom Land Baden-Württemberg finanzierten Fußverkehrs-Check durchführen kann. Nach Ladenburg, Hirschberg, Laudenbach und Hemsbach wird nun auch in Schriesheim analysiert, wo und wie man Straßen und Wege für Fußgänger sicherer machen kann.
Schriesheim. - Im Wettbewerb um finanzielle Unterstützung für einen systematischen Fußgängercheck hat sich der Rhein-Neckar-Kreis mit den drei Kommunen Schriesheim, Eppelheim und Reichartshausen durchgesetzt.
„Für die Lebensqualität insbesondere von Kindern und älteren Menschen – aber auch für den lokalen Einzelhandel und die Gastronomie - spielt es eine zentrale Rolle, den öffentlichen Raum attraktiver zu machen. Sichere und komfortable Wege laden die Menschen dazu ein, möglichst viele Strecken zu Fuß zurückzulegen. Der Straßenraum wird damit wieder zum Lebensraum“, sagte MdL Tuncer. Ein Jahr lang wird ein vom Land bezahltes Fachbüro die aktuelle Situation in Schriesheim analysieren und mit Verbesserungsvorschlägen helfen.
„Mehr Lebensqualität für Fußgänger – eigenständig, aktiv und sicher mobil!“
Seit 2015 fördert das Land Fußverkehrs-Checks für Städte und Gemeinden. Bürgerinnen und Bürger erfassen gemeinsam mit Verwaltung und Experten die Stärken und Schwächen im örtlichen Fußverkehr und erarbeiten Verbesserungsvorschläge.
„Die Menschen wissen sehr gut, welche Ampelschaltung nervt, welche Übergänge für Kinder gefährlich sind, wo die Bordsteinkanten für einen Rollstuhl zu hoch sind und wo der Wohlfühl-Faktor zum Shoppen fehlt. Fußverkehrs-Checks bieten die Möglichkeit, dieses Wissen zu bündeln und für die Probleme Lösungen im Gesamtpaket zu finden“, so Tuncer.
Vergangene Fußverkehrs-Checks haben laut MdL Tuncer in den jeweiligen Städten und Gemeinden zu einer deutlichen Sensibilisierung und einem besseren Verständnis für die Bedürfnisse der Fußgängerinnen und Fußgänger geführt. „Die Kommune Schriesheim hat ein gutes Konzept vorgelegt. Ich bin optimistisch, dass dabei gute Ideen herauskommen“, so Tuncer.
Neben dem Rhein-Neckar-Kreis mit drei Kommunen profitieren zwölf weitere Gemeinden von der aktuellen Förderrunde.