Die Ehemalige Synagoge in Leutershausen ist eine von 80 Gedenkstätten in Baden-Württemberg, für die ich innerhalb der Grünen Fraktion zuständig bin. Bei der Mitgliederversammlung des sehr engagierten Arbeitskreises Ehemalige Synagoge Leutershausen e.V. habe ich diese Woche über die landesweite Erinnerungsarbeit gesprochen, die maßgeblich von Ehrenamtlichen vorangetrieben wird. Die grün-schwarze Landesregierung stellt unter anderem zwei Millionen Euro für die Gedenkstättenarbeit zur Verfügung. Ziel ist, die Gedenkstätten nachhaltig als Erinnerungs- und Lernorte zu stärken.
Der Hirschberger Arbeitskreis hat die Ehemalige Synagoge in den vergangenen rund 30 Jahren als vielfältige Kultur- und Begegnungsstätte etabliert. Ziele sind seitdem die Erforschung der Schicksale ehemaliger jüdischer Mitbürger:innen der Gemeinde, der Kontakt zu deren Nachkommen und die Vermittlung von Wissen über das Judentum. Zudem beobachtet der Arbeitskreis Diskriminierungsprozesse und -vorfälle, die sich gegen ethnische und religiöse Minderheiten richten. Er bezieht in der öffentlichen Debatte Stellung, setzt sich für Toleranz und Demokratieförderung ein. Dazu organisiert der Verein unter anderem Konzerte, Lesungen, Vorträge und Führungen, zum Teil in Kooperation mit anderen regionalen Akteuren. Nun soll die Zusammenarbeit mit den lokalen Schulen ausgebaut werden.
Einen Bericht über das vielfältige Engagement des Arbeitskreises Ehemalige Synagoge und meinen Input bei der Mitgliederversammlung finden Sie hier in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 17. Juni 2026 (hinter einer Paywall). Weitere Informationen über die Ehemalige Synagoge finden Sie hier auf der Website des Arbeitskreises.